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2010

Scherenschnitte – Kontur pur
27. November 2009 bis 4. April 2010


Die dritte Ausstellung 2009 widmet das Museum Bellerive einem uralten Kunsthandwerk, dem Scherenschnitt. In der internationalen Gegenwartskunst lässt sich heute ein erneutes Interesse an den Techniken des Papierschnitts beobachten: Als Erweiterung des Zeichnungsbegriffs wird dieser im zeitgenössischen Kontext verstanden, fremde Materialien werden beigezogen und Berührungsängste gegenüber neuen Herstellungsmethoden abgebaut. Das Papier selbst emanzipiert sich ins Räumliche und Skulpturelle – Aktualisierungen, die den Horizont des Mediums erfrischen und erweitern. Für das Museum Bellerive, welches sich explizit der Schnittstellen von Kunst und Kunsthandwerk widmet, ein guter Grund, diesen Strömungen nachzuforschen. Die 106 für die 7. Ausstellung des Schweizerischen Vereins Freunde des Scherenschnitts jurierten Beiträge sind begleitet von rund 30 ausgewählten zeitgenössischen Positionen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den USA. In einer Inszenierung, in der der Gegensatz von Schwarz-Weiss eine zentrale Rolle spielt, führen die Arbeiten einen spannenden Dialog. Das Schaffen zwischen traditionellem Scherenschnitt und Positionen der zeitgenössischen Kunst in diversen Techniken des Papierschnitts aus möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, ist das Anliegen dieser Ausstellung.

 
PAP(I)ER FASHION
30. April bis 1. August 2010


„Pap(i)er Fashion” zeigt die faszinierende Geschichte von Papierstoffen und -kleidern, die ab den Swinging Sixties zunächst Amerika und in der Folge Europa eroberten. Papierkleider wurden für PR-Zwecke eingesetzt, um Nachrichten zu verbreiten oder um für Politiker und deren Kampagnen zu werben. Sie dienten der Modebranche dazu, clevere Wegwerfkleider für Modebewusste zu kreieren. Dieser Trend dauerte jedoch nur wenige Jahre, obschon man Kleidung aus Papier seit Jahrhunderten in den verschiedensten Kulturen findet. Heute spielt Papier in der Mode wieder eine Rolle: DesignerInnen arbeiten gerne mit diesem leicht formbaren, vielseitig verwendbaren Material. Die Ausstellung zeigt traditionelle Beispiele neben aktuellen Entwürfen von Stardesignern wie Paco Rabanne oder Issey Miyake.
Diese Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der ATOPOS Cultural Organization Athen

 
René Burri – Vintage Prints – Le Corbusier
20. August bis 7. November 2010

René Burri, 1933 in Zürich geboren, ist einer der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. An der Zürcher Kunstgewerbeschule in der legendären Fotoklasse Hans Finslers ausgebildet, hat er mit seinen Porträts und Reportagen früh zu einer eigenständigen Bildsprache gefunden. Noch bevor er als Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum unzählige Reisen an die Schauplätze des Weltgeschehens unternahm, entstanden zwei kraftvolle Bildgeschichten zur Wallfahrtskapelle von Ronchamp. Besonders in den Jahren 1959 und 1960 näherte er sich intensiv dem Werk und der Person Le Corbusiers, der damals schon zum Inbegriff des Architekten geworden war. Kürzlich konnte das Museum für Gestaltung Zürich gut einhundert kostbare Vintage Prints – darunter zahlreiche Fotoikonen – aus René Burris Le Corbusier-Bestand erwerben. dieser wunderbare Schatz bildet den Kern dieser Ausstellung, die auch mit bisher unbekannten Farbaufnahmen und weiteren Preziosen aus Burris Sammlung aufwartet.
   
All rights reserved Museum Bellerive. Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich.