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2009


Eidgenössische Förderpreise für Design 2008
7. November 2008 bis 1. Februar 2009



Dieser Wettbewerb des Bundesamtes für Kultur gilt als eines der wichtigsten Instrumente der Designförderung.
Die Ausstellung präsentiert die 19 prämierten Arbeiten von 22 Preisträgerinnen und Preisträgern und gewährt Einblick in das aktuelle Schweizer Designschaffen mit seinen Bereichen Grafik, Textil- und Modedesign, Fotografie, Industrial Design, Schmuck und Bühnenbild. Design wird auch hinsichtlich der emotionalen Botschaften der Objekte betrachtet. Daher spielt die Inszenierung eine zentrale Rolle.

 

Hermann Obrist – Skulptur I Raum I Abstraktion um 1900
6. März bis 7. Juni 2009


Das Lebenswerk von Hermann Obrist (1862-1927) stellt einen der wichtigsten Beiträge zur Kunst um 1900 dar. In München begründete der gebürtige Schweizer die deutsche Variante der Jugendstilbewegung, die anspruchsvolles Handwerk der angewandten mit den ästhetischen Ansprüchen der freien, bildenden Kunst verschmolz. Der Bildhauer, Zeichner und Theoretiker Obrist schuf mit seinen Brunnen und Grabmälern die ersten abstrakten Skulpturen. Auch in seiner Auseinandersetzung mit der Fotografie ging er über den traditionellen Begriff des Bildhauers hinaus und erschloss neue Wege für die Kunst des 20. Jahrhunderts. Erstmals werden nun die Nachlassteile der Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich und der Staatlichen Graphischen Sammlung München zusammengeführt, wodurch das Gesamtwerk Obrists greifbar wird. In der Verknüpfung von Bild und zeitgenössischer Wissenschaft wird die Aktualität seines Werks für Kunst, Kunstgewerbe und Wissenschaft gezeigt.

 

Porzellan – Weisses Gold
10. Juli bis 25. Oktober 2009

Im 13. Jahrhundert gelangte ein Werkstoff nach Europa und galt alsbald in vielerlei Hinsicht als grosse Kostbarkeit. Porzellan, nach neueren Forschungen bereits 1300 vor Christus gebrannt, war schon im Barock höchst begehrt, was dem Material die Bezeichnung „Weisses Gold“ einbrachte. Bis dahin aus China importiert, versuchte man sich im 18. Jahrhundert auch in Europa mit dessen Herstellung. Porzellan war ein Luxusgut, das man sich einiges kosten liess. Es änderte Ess- und Tafelkultur. Repräsentative Einzelwerke und Tafelservices entstanden in den Porzellanmanufakturen Meissen, Nymphenburg oder Herend. Diese sind heute noch tätig und sowohl an traditionellem wie zeitgenössischem Design interessiert. Die aussergewöhnliche Härte des Stoffes wird dieser Tage auch in Industrie und Medizin genutzt. Seine Transparenz fasziniert Gestalter und Künstler seit Jahrhunderten. Anhand traditionsreicher Namen, verblüffender Beispiele der Technik und einer aktuellen Design- und Gestaltungsszene ist zu sehen, dass Porzellan seine Magie nie verloren hat.

 

Scherenschnitte – Kontur pur
27. November 2009 bis 4. April 2010


Die dritte Ausstellung 2009 widmet das Museum Bellerive einem uralten Kunsthandwerk, dem Scherenschnitt. In der internationalen Gegenwartskunst lässt sich heute ein erneutes Interesse an den Techniken des Papierschnitts beobachten: Als Erweiterung des Zeichnungsbegriffs wird dieser im zeitgenössischen Kontext verstanden, fremde Materialien werden beigezogen und Berührungsängste gegenüber neuen Herstellungsmethoden abgebaut. Das Papier selbst emanzipiert sich ins Räumliche und Skulpturelle – Aktualisierungen, die den Horizont des Mediums erfrischen und erweitern. Für das Museum Bellerive, welches sich explizit der Schnittstellen von Kunst und Kunsthandwerk widmet, ein guter Grund, diesen Strömungen nachzuforschen. Die 106 für die 7. Ausstellung des Schweizerischen Vereins Freunde des Scherenschnitts jurierten Beiträge sind begleitet von rund 30 ausgewählten zeitgenössischen Positionen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den USA. In einer Inszenierung, in der der Gegensatz von Schwarz-Weiss eine zentrale Rolle spielt, führen die Arbeiten einen spannenden Dialog. Das Schaffen zwischen traditionellem Scherenschnitt und Positionen der zeitgenössischen Kunst in diversen Techniken des Papierschnitts aus möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, ist das Anliegen dieser Ausstellung.

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All rights reserved Museum Bellerive. Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich.