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2005


LUXUSKUNST

Februar 2005 bis Mai 2005


Unikat, Prototyp, Reproduktion
Strategien der Individualisierung und Authentizität im “Kunsthandwerk” des 21. Jahrhunderts

Kunsthandwerk am Ende seiner Zeit? Ist Kunsthandwerk etwas, das uns verloren geht? Oder hat sich Kunsthandwerk bereits jetzt schon obsolet gemacht? Ob mit nostalgischem oder erleichtertem Blick auf die Vergangenheit dieser Kulturtechnik, diese Ausstellung stellt die Behauptung zur Diskussion, dass Kunsthandwerk aktueller denn je ist. Kunsthandwerk hat sich von der existenziellen Notwendigkeit des Selbermachens zum beinahe zweckfreien Luxusgut hin entwickelt. Denn gerade die Einzelfertigung war bisher die Stärke des Kunsthandwerks. Was bedeutet die individualisierbare Kleinserie, welche heute mit CNC-Fräsen und Computer-to-Plate-Produktion möglich wird? Ist die von Hand gemachte Freitagtasche ein Einzelstück in der Serie? Das Bedürfnis nach Individualisierung nimmt gegenwärtig zu und die digitalen Produktionsmöglichkeiten können dieses Bedürfniss befriedigen. Es gilt also, die erfolgreiche Positionierung des „Kunsthandwerks“ im 21. Jahrhundert in den Mittelpunkt zu rücken. Dies geht nur im Verständnis um die neuen Technologien, die derzeit zur Verfügung stehen.

 

simply droog - 10 + 1 years of creating innovation and discussion
Juni 2005 bis Oktober 2005


Das holländische Wort «droog» bedeutet «sachlich» und «nüchtern», aber auch «trockener Humor» und die Philosophie, Dinge des alltäglichen Lebens mit mehr Seele, mehr Bedeutung und mehr Inhalt zu schaffen. Die Beschäftigung mit der Wiederverwendbarkeit von Dingen war in den Jahren 1993/94 und auch später ein wichtiges Thema – «droog» hat sich mit Altem, Abgenutztem, aus der Mode Geratenem auseinander gesetzt. Die Frage, weshalb diese Produkte kein zweites Leben bekommen sollten, führte zu Objektentwürfen wie dem Lumpensessel von Tejo Remy, der sprechenden Kaffeemaschine von Eibert Draisma oder der Lampe Do-Reincarnate von Martí Guixé.

Als gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem mudac (Musée de design et d'arts appliqués contemporains) in Lausanne wird «simply droog» gleichzeitig in beiden Museen gezeigt.

 

Friedhof: Design
Gestaltung zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit
11. November 2005 bis 1. April 2006


Das Bestatten ist eines der ältesten Rituale der Kulturgeschichte. Der «Gottesacker» ist ein Ort, an dem sich Vergängliches manifestiert. Gleichzeitig entsteht er aus dem Bedürfnis, das Unfassbare zu materialisieren. Friedhöfe gehören zu den ältesten bewusst gestalteten Orten und sind – nicht nur – für das Auge der Lebenden gemacht. Ihre Aufmerksamkeit richtet die Ausstellung sowohl auf revolutionäre Gestaltungskonzepte für Friedhöfe als auch auf künstlerische Werke aus den Bereichen Design, Fotografie und Skulptur. Vorschläge zur Neugestaltung von Urnen, Särgen und anderen Friedhofsobjekten und das Aufzeigen von Entwicklungen wie der Virtuelle-Friedhof weisen auf einen veränderten Umgang mit dem Friedhof als Lebensraum hin und werfen neue Fragen auf.

Publikation FRIEDHOF: DESIGN
mit einem Bildteil zusammengestellt von Katri Burri und Beiträgen u.a. von Gundolf S. Freyermuth,
Norbert Loacker, Thomas Macho, Basil Rogger, Kristin T. Schnider, Günther Vogt.
 
All rights reserved Museum Bellerive 2005. Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich.