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2003


Alles Abfall - Recycling im Design

Februar 2003 bis Mai 2003


«Mich interessiert, was andere wegwerfen.» Dieses Statement des amerikanischen Musikers Tom Waits steht für eine Haltung, die im Abfall und im Unreinen ein wertvolles Potenzial zur Bereicherung unseres allzu rein gewordenen Lebens erkennt – und heute so gut wie alle Bereiche der Kultur erfasst. Die Ausstellung «Alles Abfall?» geht der Verwendung von Abfall im Bereich des Designs nach. Dabei gelangen unterschiedlichste Formen des Recyclings zur Darstellung. Unter dem Titel «Verlangen nach Reinheit oder Lust auf Schmutz?» veranstaltet das Museum Bellerive ausserdem ein Symposium, das sich mit Gestaltung im Spannungsfeld zwischen rein und unrein befasst. An der «Recycling-Bar» sprechen in lockerer Atmosphäre Designer, Künstler und Wissenschaftler über ihre Erfahrungen mit Recycling.

 

Juwelen - Bernhard Schobinger
Mai 2003 bis September 2003


Der Anblick von Schobingers Arbeitstisch offenbart bereits vieles über die Arbeitsweise des 1946 geborenen und heute in Richterswil lebenden Schmuckkünstlers: Das «Aufheben» von Dingen – sowohl im Sinne von «Auflesen» als auch im Sinne von «Aufbewahren» – steht am Anfang des kreativen Prozesses. Diese «aufgehobenen» Dinge bilden das Ausgangsmaterial; immer aber werden sie bearbeitet, das heisst geschnitten, durchbohrt, mit anderen Fundstücken verbunden oder aber auch mit äusserst wertvollen Materialien wie Platin, Tantalon oder schwarzen Diamanten zusammengebracht.
 

The Unexpected - Künstlerkeramik des 20. Jahrhunderts
Oktober 2003 bis Januar 2004


Die Ausstellung zeigt Keramik von Künstlern, die in erster Linie für ihr malerisches Werk bekannt sind, aber auch im keramischen Bereich ein bedeutsames Schaffen aufzuweisen haben. Einem grösseren Publikum bekannt sind die Keramiken Pablo Picassos. Weniger bekannt hingegen dürfte selbst Kennern der modernen und zeitgenössischen Kunst sein, dass die Anzahl jener Künstler, die nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Keramik Aussergewöhnliches hervorbrachten, nicht unbeträchtlich ist. Fernand Léger und Georges Braques, Jean Cocteau und Marc Chagall versahen Teller, Platten und Vasen mit teils abstrakten, teils naturalistischen Motiven. Joan Miró integrierte oftmals Kieselsteine oder andere Fundstücke in die Tonerde und schuf so archaisch anmutende Plastiken. Besonders bemerkenswert sind die Keramiken Lucio Fontanas, dessen «Verletzungen» der Leinwand durch Schnitte sich gut auf das Material des Tons übertragen liessen.

 
All rights reserved Museum Bellerive. Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich.